Chronik des Vereins

Am 12.Juli 1942 wurde in der Gastwirtschaft Strube in Salzgitter – Salder ein neuer Verein
Kleingartenverein Lebenstedt
aus der Taufe gehoben.

Die Versammlung leitete Herr Willi Krasemann. Der damalige Bezirksgruppenführer
Brandes nahm die Gründung des Vereins vor.

Es wurden damals bestellt:
Vereinsführer: Herr Krasemann
Stellvertreter: Herr Felter
Beisitzer: Herr Dr. Linsenhoff
Beisitzer: Herr Schmaedtke
Kassenwart: Herr Leiste

Am gleichen Tag wurde auch die Vereinssatzung erstellt.
Dem Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister war ein Verzeichnis mit 135 Namen beigefügt.
Die Zuteilung des für den Verein bestimmten Geländes vollzog sich nicht so mühelos, wie sich die Mitglieder es sich gewünscht hatten. Es gab in der Folgezeit eine Vielzahl von Verhandlungen. Vertreter der Interessen der Kleingärtner waren die Herren Krasemann und Dr. Linsenhoff. Im Spätsommer 1943 konnten nach einer Parzellierung des Geländes die ersten 120 Gärten im Bereich der heutigen Anlage vergeben werden. Nach einem halben Jahr kamen weitere 40 Gärten hinzu. Bei Kriegsende Wurden 160 Gärten bewirtschaftet. Aus einem Stoppelfeld die Gärten zu gestalten war eine harte Arbeit. Der Gartenfreund Krasemann wurde noch im Jahr 1943 zum Wehrdienst eingezogen. Seine Geschäfte führte bis Kriegsende Gartenfreund Leiste.
Nach dem Einzug der Besatzungsmacht wurde Gartenfreund Funke kommissarisch mit der Leitung beauftragt. Der Großverein der alle Kleingärten Lebenstedts einschloss wurde umorganisiert. Walter Heinisch wurde zum 1. Vorsitzenden Des Kleingärtnerverein Flora gewählt. Es kamen jetzt neue Aufgaben auf die Mitglieder zu. Der Bau einer Wasserleitung wurde in Angriff genommen. In Gemeinschaftsarbeit wurde aus organisierten Rohren jeder Stärke die Leitung gebaut. Da die Ernährungslage gerade nicht rosig war, hatten die Kleingärtner unter Diebstählen zu
leiden. Tagsüber kontrollierten Wächter die Anlage. und nachts waren Nachtwachen erforderlich. Trotz aller Mühen und Problemen feierten die Vereinsmitglieder 1946 das erste Erntedankfest im Lebenstedter – Hof.

1948 wurde weiteres Gelände von der Wohnungs-AG zur Verfügung gestellt. Die Anlage
bestand jetzt aus 285 Gärten.

1948 standen die Kleingärtner vor einer bedrohlichen Situation.
Die Bundesbahn wollte eine neue Trasse durch die Anlage führen. Außerdem sollte auf dem
Gelände ein Personenbahnhof entstehen.
Die Vereinsmitglieder protestierten mit der Unterstützung einiger Ratsherren beim
Bundesverkehrsminister. Trotz der fehlenden Unterstützung durch die damalige
Stadtverwaltung und des amtierenden Bürgermeisters wurde durch Beharrlichkeit und
Ausdauer der Mitglieder das Vorhaben vereitelt.
Im August 1952 feierte der Verein sein 10 – jähriges Bestehen.
Kurz nach der Währungsreform machte sich das Fehlen einer Gaststätte bemerkbar.
Man beschloss 1953 den Bau eines Vereinsheim. 10 Wochen später konnte das Richtfest
gefeiert werden. Nach Innenausbau des Vereinsheim “ Flora – Klause “ wurde es im April 1954 seiner Bestimmung übergeben. Der erste Vereinswirt war Erich Nitschke.
Das Jahr 1955 brachte wesentliche Verbesserungen, wie den Endausbau der Wasserleitung
und Renovierung verschiedener Gartenwege.
Durch den geplanten Bau des Autobahnzubringers drohte wieder Verlust von Kleingartengelände.

Durch die Aktivitäten des damaligen Vorstands mit dem 1. Vorsitzenden Heinisch konnte
größerer Verlust von Gartengelände abgewendet werden.
33 Gärten fielen trotzdem dem Straßenbau zum Opfer.
Im Frühjahr 1963 wurde der Erweiterungsbau des Vereinsheim begonnen. Schon im
November 1963 konnte. Dank Ableistung von Gemeinschaftsarbeit und durch Engagement
einzelner Gartenfreunde, die erste Mitgliederversammlung inı neuen Saal stattfinden.
der 1. Vorsitzende Peter konnte mit Stolz auf die geleistete Arbeit hinweisen.
Schon im Jahr 1965 wurde der bestehende Küchenbau erweitert.
Vom 14. – 16. Juli feierte Flora sein 25 -jähriges Jubiläum.
Um die Feier zu finanzieren leistete jedes Mitglied einen Beitrag von 3,00 DM.
Die Erntedankfeiern 1966 und 1967 vielen aus. Die hierfür vorgesehenen Beträge gingen in den Jubiläumsfond. Alle denken noch heute an das gelungene Fest zurück.

Durch steigende Interesse der Mitglieder, an Versammlungen und Festlichkeiten entschloss man sich den Saal zu Vergrößern. In den folgenden Jahren wurde die Anlage verschönert.
lm Jahre 1976 wurde der Verein zur Teilnahme am Bundeswettbewerb
“ Der Garten in deutschen Städten und Gemeinden “
gemeldet. lm September 1976 wurde dem 1. Vorsitzenden Kurt Garbe in Bonn die
Goldmedaille überreicht.

Die Kleingärtner konnten stolz auf Ihre Anlage sein.
In dem folgenden Jahr wurde das Vereinsheim um eine Wohnung für die Wirtsleute
erweitert. Ebenso wurden die veralteten Wasserrohre durch Kunststoffrohre ersetzt.
Die Küche, Gastraum und Toiletten wurden ausgebaut. Dieses geschah alles in Gemeinschaftsarbeit.
Im Juni 1983 wurde das 40 -jährige Jubiläum gefeiert. Die Anlage wurde auch 1983 verkabelt und an das Stromnetz angeschlossen. Das Vereinsheim erhielt 1987 ein Satteldach.1990 wurde die Terrasse überdacht und 1991 wurde der Saal erweitert, es wurde eine Bühne erstellt und 2 Abstellräume gebaut. Als letzte Arbeit wurde der Zugangsweg von der Swindonstraße mit Verbundpflaster
befestigt. In der Anlage wurden 1992 weitere Renovierungsarbeiten vorgenommen.
Ebenso wurde das 50 – jährige Jubiläum gefeiert. Da die Laubeneinbrüche vermehrt zunahmen wurden von einigen Gartenfreunden, zum Schutz der Anlage, nächtliche Streifengänge mit Hunden durchgeführt. Im Jahr 1993 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Der langjährige Vorsitzende Kurt Garbe wurde Ehrenvorsitzender. Ein weiterer Fortschritt war die Anschaffung eines Computers. Die Verwaltungsarbeit wurde dadurch wesentlich vereinfacht. Die Jahre 1994 /95 wurden für An und Ausbau sowie Renovierung des Vereinsheim genutzt. 1996 waren die Arbeiten am Vereinsheim fertiggestellt. Seitdem verfügt der Verein über ein repräsentatives Vereinsheim.
Ebenso ist noch zu erwähnen, dass die nächtlichen Kontrollgänge bewirkten, dass die Einbrüche auf fast 0 zurückgegangen sind.

In den Jahren 1997 – 2001, wurden für Verbesserungen, in der Anlage und zur Erleichterung der Arbeiten, Hilfsgeräte angeschafft. Im Juni 2002 besteht der Verein 60 – Jahre.

2017 feierte der KGV Flora das 75-Jährige Bestehen.

Im Jahr 2020 ging der Gartenverein auch der Digitalisierung nach und verbesserte seinen Präsenz im Internet.

Zum Schluss möchten wir Ihnen noch die Namen sämtlicher Vorsitzenden des
Kleingärtnerverein “ Flora “ bekannt geben :

1942 – 1943 Willi Krasemann

1943 – 1945 Robert Leiste

1945 – 1946 Adolf Funke

1946            Willi Krasemann

1946 – 1962 Walter Heinisch

1962 – 1971 Josef Peter

1971 – 1973 Georg Klein

1973 – 1994 Kurt Garbe

1994 – 2003 Gerhard Werner

2003 – 2018 Walter Minchau

2018 – jetzt Manfred Schmidt